Ghost Rider
(2007) ist eine Real-Verfilmung des gleichnamigen MARVEL-Comic.
Story: Johnny Blaze (gespielt von Nicolas Cage) verkauft dem Teufel seine Seele um seinen Vater vor dem Krebstod zu retten. Dafür muss er nun als des Teufels Kopfgeldjäger dienen. So rast er als flammendes Skelett auf einem wahrlich dämonischen Chopper durch die Nacht und prügelt sich mit Amok laufenden Dämonen. Das hat die unangenehme Nebenwirkung, dass er für alle Kollateralschäden tagsüber als eher softer Johnny geradestehen muss. Ein klassisches Dr. Jekyll-Mr. Hyde-Motiv. Gewürzt mit viel Gotic-Horror, Western-Motiven und Biker-Szenen. Dabei ist Nicolas Cage, mit seinem etwas manieriertem Stil für eine Comic-Verfilmung eine erstklassige Besetzung.
Einen wunderbaren Teufel gibt der ein wenig verlebte Peter Fonda. Neben dem, dass er sich würdevoll in die Mephisto-Darstellungen von Schauspielkollegen wie Robert de Niro und Al Pacino reiht, gibt es einen schönen Link zu dem Biker-Flower-Power-Kult-Klassiker
Easy Rider
(1969), wo er fast 40 Jahre jünger als Outlaw auf einem Chopper durch die Staaten düste.
Roxanne, die Flamme von Johnny Blaze, gespielt der üppigen Eva Mendes strahlt daneben diese glühende Sinnlichkeit aus, die neben der Ghost Rider-Fackel durchaus bestehen kann. Nebenbei hat auch Frau Mendes Erfahrung mit schnellen Rädern: war sie doch in "2 Fast 2 Furious" zu sehen.
Es versteht sich von selbst, dass viele Szenen am Computer entstanden ist. Das stört allerdings nicht im geringsten, weil erstens verflixt gut gemacht und zweitens damit der Comic-Vorlage gerecht werdend.
Abschliessendes Urteil: Für Comic-Fans ein Muss, aber auch sonst durchaus sehenswert!
Link zum Film in der IMDB.
q_treiber - 5. Nov, 08:12