Sicherheit

Geschwindikeit tötet doch (neue Studie aus den USA, Artikel im Deutschen Ärzteblatt)

Wieder einmal mehr Stoff zur Diskussion. Das Deutsche Ärzteblatt fasst eine aktuelle Studie aus den USA zusammen, die die Entwicklung der Verkehrstoten vor und nach dem partiellen Aufheben der Speed Limits anschaut. Und - Überraschung! - je schneller gefahren wird, desto mehr Todesfälle gibt es ...

Das 1974 eingeführte National Maximum Speed Law, das die Höchstgeschwindigkeit auf 55 mph (89 km/h) begrenzte, um den Spritverbrauch nach der Ölkrise zu begrenzen, hat bewirkt, dass bereits im ersten Jahr die Verkehrstoten um fast 17 Prozent gesunken sind.

Der Trend scheint sich jetzt durch aufweichen des Gesetzes wieder umzukehren.

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Ein Blog-Beitrag wie man sich ihn immer wünscht zu einem günstigen und praktischen Produkt!

Das ewige Lied von den Gefahren beim Saisonstart

Nun wird es langsam Zeit für den Frühlingscheck und dann geht's auch schon bald wieder mit dem Fahren los. Ich WEISS, dass nun ALLE Motorrad-Blogs und Biker-Zeitschriften das ewig gleiche Liedchen von den Gefahren des Saisonstartes tuten. Aber wenn ich nur einen bösen Sturz damit vermeiden kann hat sich es sich gelohnt:
  1. Die noch relativ tiefen Temperaturen bedeuten verflixt wenig Grip!
  2. Schmelzwasser von Schneemoränen am Strassenrand gefriert gerne über Nacht und bildet dann tückische Glatteisfallen!
  3. Nach der Schneeschmelze finden sich neben Streusalzresten viel Dreck und Split auf der Fahrbahn!
  4. Eure Reflexe und Instinkte haben in der Glühwein- und Schlemmersaison gelitten!
  5. Last but not least: Verkehrsteilnehmer müssen sich zuerst wieder auf Biker einstellen. Fast ausschliesslich waren im Winter an Einspurfahrzeuge langsame Mofas und Roller unterwegs.

Schweiz 2008: bei den Motorrädern weniger Schwerverletzte aber gleichbleibende Tote

Die Beratungsstelle für Unfallververhütung (bfu) hat für 2008 vorläufige Zahlen betreffend Verkehrsopfer herausgegeben. Insgesamt wurden 2008 im Vergleich zum Vorjahr weniger Personen getötet (-7 %) und weniger schwer verletzt (-9 %). Erstmals überhaupt wurden mit 4759 Schwerverletzten die 5000-Marke unterschritten.

Bei den Motorrädern ist es allerdings eine durchzogene Bilanz - während die Schwerverletzten von 1'599 auf 1'370 (- 14%) abgenommen haben, sind 2008 mit 83 Bikern mehr als 2007 (82) und 2006 (69) umgekommen.

Hier ist der Direktlink zum Bericht (PDF).

Die definitive Statistik wird im Sommer 2009 von der bfu veröffentlicht.

Diese Autos sind für Motorradfahrer pfui!

Jahrmillionen Jahre von Evolution haben uns gewisse Instinkte gelehrt. So warnt uns die Nase vor verdorbenen Lebensmitteln: was stinkt wird nicht gegessen. Dank Datumsaufdruck auf jedem abgepacktem Schnitzel brauchen wir den Geruchssinn zum Überleben nicht mehr so oft. Dort allerdings, wo wir statistisch gesehen in grösster Gefahr schweben, fehlen uns aber solche angeborenen Instinkte. Allerdings kann man sich Sicherheitsreflexe antrainieren. Bei folgenden Autos reagiere ich paranoid und verdopple ich jeweils automatisch den Sicherheitsabstand:

Laute Musik: Nichts gegen Musik - es ist aber nachgewiesen, dass laute Musik ebenso ablenkend wirkt wie telefonieren. Fraglich, ob der Fahrer seinen Fokus auf den Strassenverkehr gerichtet hat.

Auffällige Kleber: Nicht hinter jedem "Legalize-It" oder "Beer drinkers are better lovers"-Kleber steckt ein Suchtproblem, aber würde ein Abstinenzler einen solchen blöden Spruch an seine Karre pappen? Vorsichtshalber lasse ich da lieber ein paar Meter extra Luft zwischen mir und einem solchen zweifelhaften Coming Out.

Protzerautos/Sportwagen/SUVs: Ich mag schöne Autos (zum anschauen), insbeondere italienische Nobelmarken. Wenn ich allerdings so einen vor mir auf der Strasse sehe bin ich vorsichtig. Jemand der brav defensiv fährt kauft sich keinen martialischen Schlitten mit getönten Scheiben.

Fremde Nummernschilder: In der Regel ortsunkundig. Plötzliches Anhalten, Spurwechsel oder Abbiegen ohne Blinken nicht ausgeschlossen. Weitere Hinweise für Ortsunkundigkeit: auffallend langsames Fahren, häufiges Kopfdrehen. Abstand halten! Mit allem rechnen!

Kinder (oder Hund) auf dem Rücksitz: Ich bin Familienvater und weiss wovon ich spreche: drei laute Jungs auf dem Rücksitz sind Gift für die Konzentration. Man halte sich von solchen Autos fern!

Vorteil eines Rücken-Protektors

Endlich habe ich meinen POLO-Gutschein, den ich beim letzten Arbeitsplatzwechsel von meinen netten Kollegen bekommen habe in der Filiale in Bonn eingelöst - und mir einen Rückenprotektor zugelegt (BIONIC Back Protector von Alpinestars, Grösse L).

Überraschend schnell habe ich mich an dieses neue Teil unter der Jacke gewöhnt.

Ein zusätzlicher Vorteil ist mir bei der letzten Fahrt mit meinem Ältesten (10 Jahre) angenehm aufgefallen: sein Helm, bei mir auf Schulterblatthöhe, bumst jetzt nicht mehr schmerzhaft in meinen Rücken.

Kluge Köpfe ...

... schützen sich. So hiess vor Jahren ein Slogen des Bundesamt für Gesundheit, als es noch kein Helmtrageobligatorium für Töff und Töfflis gab. In verschiedenen Staaten der USA wird nun das Helmtrageobligatorium mit dem Argument der Selbstbestimmung wieder abgeschafft. Mit dem desaströsen Effekt, dass Kopfverletzungen wieder zunehmen. Wer allerdings auf dem Töff ohne Helm fährt, bei dem kann hirnleistungsmässig sowieso kein Schaden mehr angerichtet werden ...

Nationale Blutspendeaktion 5./6. Juli 2008 Glaubenberg OW

Wer am 5. und 6. Juli 2008 sowieso mit dem Bike in der Schweiz herumgurkt der soll sich an diesen Tagen zwischen 9:30 und 16 Uhr für einen kleinen Stopp im Berghotel Langis, Glaubenberg OW einfinden. Nichts für Memmen, Schönwetterfahrer und Chrompolierer: da wird zugestochen und Blut gelassen! Der Blutspendedienst Bern ruft zur 25. Nationalen Blutspendeaktion! Voranmeldung ist nicht nötig, diese Ausrede gilt also nicht!

Regelmässig Blut zu spenden ist zwar immer wichtig, dieses Jahr scheint sich aber wegen der EM eine regelrechte Krise anzubahnen.

Cruisen auf der Autobahn - oder Plädoyer fürs Langsamfahren

Kürzlich musste ich am Abend, nach einem externen Meeting, mit dem Motorrad 60 Kilometer nach Hause zurücklegen. Das Wetter war den ganzen Tag sehr wechselhaft, es hatte gerade frisch geregnet, die Strassen waren noch nass, die untergehende Sonne schien zwischen den sich verziehenden Wolken durch. Für eine schöne Strecke über Land fehlte mir die Zeit, irgendwann erwartete mich ja auch die Familie zu Hause.

Blieb Hauptstrasse oder Autobahn. Auf der Hauptstrasse war erfahrungsgemäss um diese Zeit so viel Verkehr, dass an ein entspanntes Fahren nicht zu denken ist und führt zudem durch einige grössere Ortschaften, dass die Hälfte der Strecke gewissermassen Stop'n'Go im Stadtverkehr bedeutet.

Also Autobahn. Ich habe mir aber vorgenommen, es gemütlich zu nehmen. Leute, ich muss Euch sagen, es war herrlich! Der Verkehr auf der Bahn war ziemlich dicht, aber flüssig. Ich fuhr die ganze Zeit, bis aufs Überholen von ein paar Lastwagen auf der rechten Spur, nie viel über 100 km/h. Der Effekt ist in der Tat verblüffend. Wegen des geringen Luftwiderstandes sitzt man entspannt auf dem Bike, die geringen Verwirbelungsgeräusche lassen einem das Brummen des Motors hören und da man bei so angepasster Geschwindigkeit kaum um einen genügenden Sicherheitsabstand nach vorne kümmern muss, ist man sehr entspannt und kann die Strecke geniessen. Willkommener Nebeneffekt: anstatt genervt vom dichten Feierabendverkehr kam ich erfrischt und entspannt, mit durchgelüftetem Kopf zu Hause an.

Infos Neck-Brace System

Der sensible Nacken- und Halswirbelbereich ist im Falle eines Unfalles durch die Motorradbekleidung weitgehend ungeschützt. Zwar treten solche Verletzungen vergleichsweise selten auf, haben aber mit einer hohen Querschnittslähmung oft schwerwiegenden Folgen. Eine Forschungskooperation von BMW Motorrad und KTM Sportmotorcycles
arbeitet deshalb an einem sog. Neck-Brace System, das solche Verletzungen reduzieren soll. Auf der Website der Wiener Motorradmesse "die bike" findet sich dazu eine umfangreiche und ziemlich technische Dokumentation (als PDF).

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Das ist ein Blog zum Thema Motorrad und (sicheres) Reisen. Schwerpunkte sind geographisch die Schweiz und motorradtechnisch meine BMW R 1150 R - mit Abstechern in Umliegendes.
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